Vorspannhof Mayr – Die Geschichte

Das an der Donau liegende Kremstal war eine der ersten Gegenden in Österreich, in der im Mittelalter Wein kultiviert wurde. Der Weinbau in Dross wurde schon 1135 erstmals urkundlich erwähnt: Damals verzichtete der Bischof von Passau auf den Zehent eines Weingartens zugunsten der Herren von Drozze.

Unser altes Winzerhaus stammt aus dem 15. Jahrhundert und diente einst als Pferdewechselstation. Vor dem steilen Anstieg ins Waldviertel wurden noch zusätzliche Pferde vor die Fuhrwerke gespannt – daher auch der Hausname: Vorspannhof. In Folge erlangten die Besitzer auch die „Maria-Theresien-Konzession“, d. h. sie mussten nicht mehr um einen Gewerbeschein ansuchen – der Doppeladler auf jeder Weinflasche des Vorspannhof Mayr zeugt noch heute davon.

1898 wurde der Hof von Familie Mayr erworben. Im Kaufvertrag sind 2 Weinkeller, ein Presshaus, ein Bauernstall, ein Festsaal und zwei Gaststuben erwähnt. Den Betrieb weg von der allgemeinen Landwirtschaft und hin zum Weinbau hat Anton Mayr geführt, der Vater der heutigen Besitzerin Silke Mayr.

Unter Anton und seiner Frau Brigitta Mayr spezialisierte sich der Betrieb aber nicht nur auf den Weinbau, sondern erwarb auch als Wirtshaus einen ausgezeichneten Ruf. Als 2012 mit Brigitta Mayr die Köchin in Pension ging, schloss das Wirtshaus seine Pforten. Heute wird der Vorspannhof ausschließlich als Weingut geführt.